Firmengeschichte
Brand | Philosophie | weltgrösste Dreipunkt-Innenmikrometer | Schweizer Qualität | Reparatur-Statistik | Weltmarkt | Marktanteil
Ein junger gelernter Kaufmann liess die Faszination für Technik und Mechanik nie los. So machte er im Jahre 1961 Bekanntschaft mit einem Erfinder, der damit beschäftigt war, ein gutes Konzept für Bohrungs-Messgeräte (Innenmikrometer) zu erfinden.
Herr Walter E. Pfister unterstützte diese Erfindungen mit Rat, Tat und den Geldern, die er mit dem Verkauf von Büro-Maschinen (meist mechanische Rechenmaschinen) verdiente.
Als jedoch nach zwei Jahren erfolgloser Finanzierung noch immer kein akzeptables Konzept erarbeitet war, erwarb Herr Pfister die vollständigen Pläne und das Patent für die Innenmessgeräte, gründete die Firma MICROTEST AG und beschäftigte sich fortan in seiner Freizeit selbst mit der Weiterentwicklung des Innenmikrometers.
Nach etwa zwei weiteren Jahren war der erste Prototyp fertig. Es folgte die erste Ausstellung an der Microtechnic in Zürich. Ein grosser Schweizer Messgeräte- Hersteller, kaufte das erste Gerät, sandte es zurück mit der Begründung: Es sei untauglich.
In darauffolgenden Entwicklungen, veränderte sich der damalige Prototyp zu einem präzisen Messgerät. Mitten in der anstrengenden Aufbauphase wurde unser Betrieb am 20. Mai 1980 von einer Brandkatastrophe heimgesucht. Kurz vor dem Einsturz des Gebäudes, konnten glücklicherweise die Pläne und einige Mustergeräte gerettet werden. Der gesamte Maschinenpark fiel den Flammen zum Opfer, die verkohlten Teile waren kaum noch zu gebrauchen.
Der Wiederaufbau kostete nochmals viel Schweiss und Mühen, welche letzten Endes zum hochpräzisen Innenmikrometer der MICROTEST AG führten, dessen Qualität die Messanforderungen der heutigen Messbrache nicht nur erfüllt, sondern auch übertrifft.
Unsere Philosophie verlangt von uns und unseren Messgeräten jedem µm Sorge zu tragen, denn die beim Messen eingesparten µm vergrössern die Ferigungs-Toleranz in erheblichem Masse. Dadurch kann sicherer, effizienter und wirtschaftlicher gearbeitet werden. Wir erwarten von unseren Messgeräten hochgenaue Messresultate unter allen praxisbezogenen Bedingungen, also nicht nur im Messraum bei 20°C, sondern auch in der rauhen Fertigungsumgebung, wo die Genauigkeit entsteht. An der Maschine in der Werkstatt sind Messungen gefragt die von Jedermann und Jederfrau nachvollziehbar sind, ob nun die Bedingungen schwierig sind und die Temperatur stimmt oder nicht. Deshalb wurde in der Basiskonstruktion schon auf Temperaturkompensation und Handwärmeschutz geachtet, um mit höchstmöglicher Annäherung an Idealbedingungen zu messen. Um möglichst Personenunabhängigkeit zu erreichen werden Hartmetall Langlinien Messanlagen und Hartratsche für ein optimales selbständiges Zentrieren eingesetzt. Dies führt zu einer Repetitionsgenauigkeit von +/- 1µm. Zur Ablesefehlerverhinderung wird eine Skala mit 100 Teilungen eingesetzt. Die Langzeit-Linearitätsgenauigkeit wurde durch konstruktive Massnahmen sichergestellt. Mit dem übergrossen Messbereich wird ein flexibles Einsatzgebiet eröffnet und ein sehr wirtschaftliches Produzieren ermöglicht.
Besonders stolz sind wir, dass der „Weltgrösste Dreipunkt-Innenmikrometer“ mit einem Messbereich von 400 – 650mm zu unseren Produkten zählt. Wo auch hier erwähnt sein darf, dass die Qualität, beziehungsweise die Genauigkeit wesentlich über der DIN-Norm liegt.
Wir nehmen Schweizer Qualität auch heute noch sehr ernst. Als Messgeräte-Hersteller mit mehr als 40 Jahren Erfahrung sind wir uns unserer Verantwortung voll bewusst und garantieren, dass kein Instrument unser Werk verlässt ohne, dass es eingehend geprüft wurde und die geforderten, harten Bedingungen gänzlich erfüllt. Für Verzögerungen möchten wir uns in aller Form entschuldigen. Wir setzen jeden Tag alles daran die Kundenwünsche so schnell wie möglich zu erfüllen.
Wir möchten sie darauf hinweisen, dass ein Innenmikrometer ein äusserst komplexes System von Einzelfaktoren ist. Bei der Manipulation wird das Gleichgewicht der Faktoren durch Einwirken von Handwärme und anderen Einflüssen empfindlich gestört, somit muss das Gerät wieder vollständig temperiert werden um eine korrekte Aussage zu erhalten.
Dieser Prozess kostet leider sehr viel Zeit und muss meistens mehrmals durchlaufen werden, denn es ist eine Kunst ein Messinstrument mit einem übergrossem Messbereich in höchst eingeschränkte Toleranzen zu zwingen, welche über lange Zeit erhalten bleiben soll. Wir bitten um etwas Verständnis für unser Verantwortungsbewusstsein. Danke.
Unsere Reparatur-Statistik zeigt, dass Reparaturen erst im höheren Gerätealter (7 -15 Jahre und älter) anfallen. Sie als Gerätenutzer können entscheidend zu einem langen Innenmikrometer-Leben beitragen indem Sie den Kühlmittelkontakt und Verschmutzung vermeiden.
Engpässe wird es immer geben, deshalb haben wir für unsere Kunden die Möglichkeit zur Überbrückung während der Reparaturzeit geschaffen.
In wirklich äusserst dringenden Fällen können wir meist ein Alternativgerät gegen Gebühr zur Verfügung stellen.
Im Zuge der rasanten Entwicklung am Weltmarkt sind auch wir immer mehr gezwungen, rationeller und kostengünstiger zu produzieren. Trotzdem verlangt der Markt immer fortschrittlichere Technologie, was von uns grosse Investitionen fordert. Um weiterhin konkurrenzfähig zu bleiben, setzen wir alles daran die Preise möglichst tief zu halten. Wir praktizieren seit Jahren eine strikte, gleichberechtigte Verkaufspreispolitik gegenüber Endverbrauchern sowie Händlern, um Dumping-Verkäufen vorzubeugen.
Der Marktanteil unserer Geräte in Europa, vor allem Schweiz, Deutschland und Österreich beträgt ca. 20%. Unsere Marktbeobachtungen und der enge Kontakt mit unseren Kunden, tragen dazu bei unsere Innenmikrometer ständig weiter zu perfektionieren, damit den immer höher werdenden Genauigkeitsanforderungen entgegen gekommen werden kann. Unsere Vertriebsnetze werden kontinuierlich weiter ausgebaut so in Europa, den Russischen Republiken, Indien, Asien, Australien.
Unser Motto:
Nur wer vorwärts läuft, kann an der Spitze bleiben.